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Psychoanalyse / Psychotherapie Rosenheim

PITT psychodynamisch-imaginative Traumatherapie
nach Luise Reddemann


 
Die PITT-Methode ist eine Traumatherapie, die gezielt der Verarbeitung und Verheilung von komplexen Traumafolgestörungen dient.

Als komplexe Traumafolgestörung wird ein psychisches Krankheitsbild bezeichnet, das sich infolge schwerer, oft über einen längeren Zeitraum anhaltender Traumatisierung entwickeln kann.

Es entsteht entweder in zeitlicher Nähe zur erfolgten Traumatisierung oder aber in zeitlicher Verzögerung bis zu Jahren oder Jahrzehnten. Oft können Menschen beschwerdefrei ein gutes Leben führen. Dann tauchen die traumatischen Erinnerungen plötzlich durch eine außergewöhnliche Streßsituation im Leben wieder auf.


Im Unterschied zur einfachen Traumafolgestörung ist sie durch ein breites Spektrum an affektiven, kognitiven und psychosozialen Beschwerden (falls diese Begriffe nicht bekannt sind, bitte selbst googeln - Danke) gekennzeichnet und beeinflusst die gesamte Persönlichkeit des Menschen.

Das Selbstbild, die Wahrnehmung der Welt und die Sinnfindung des Menschen können betroffen sein. Die generelle Lebenseinstellung ist oftmals durch Hoffnungslosigkeit und tiefe Verzweiflunggeprägt. Menschen mit einer komplexen Traumafolgestörungen haben in 80% der Fälle andere psychische Erkrankung wie Angststörungen, Depressionen, somatoforme Schmerzstörungen, Persönlichkeitsstörungen, besonders traumaassozierte Borderlinestörungen, deren Symptome aber durch die Behandlung der Traumas oftmals in den Hintergrund treten.

Die PITT-Methode ist ein mehrstufiges Therapiekonzept zur Behandlung dieser komplexen Traumafolgestörungen, das jeweil
s individuell auf die Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmt wird. Leitend bei allen Behandlungsstufen ist das Konzept der Selbstregulation und Selbstheilung.

Eine der Behandlungsstufe: Die Stabilisierung

In meiner Traumaausbildung bei Frau Reddemann habe ich gelernt und begriffen, daß Stabilisierung DIE wesentliche Grundlage für jede Art von Traumaarbeit ist, daher lege ich in meiner Arbeit grundsätzlich besonderen Wert darauf!

Die PITT-Methode hat zur Stabilisierung sehr gute und wirkungsvolle Module. Sie verwendet dafür imaginative Übungen, also Übungen zu denen man sich innere Bilder vorstellt. Zudem nutzt PITT in achtsamer Weise die vorhandenen Ressourcen, also Eigenschaften und Fähigkeiten, die Menschen sich als Überlebesstrategie angeeignet haben. Diese Ressourcen werden dafür ggf. gemeinsam gesucht - und gefunden (!), da man ohne sie nicht überlebt haben kann. Sie sind einem vielleicht nicht immer bewußt, aber sie sind da und es ist ein sehr schöner und guter Prozeß, sich diese bewußt werden zu können um sie dann gezielt in seinem Leben einzusetzen.


Zudem kommt eine sehr liebevolle und wertschätzende Arbeit mit den sogenannten „jüngeren Ichs“, auch als "Arbeit mit dem inneren Kind" bzw. den "jüngeren verletzten kindlichen Teilen" in uns bezeichnet. Dies geschieht bei der PITT-Methode natürlich in einer traumaspezifische Weise.


Mir ist eine Aussage von Frau Reddemann sehr in Erinnerung: "Therapie MUß Bedürfnisbefriedigung sein!" - und ich stimme dem leidenschaftlich zu. Und wenn Menschen mit einer inneren Not durch ihr Leben gehen müssen, weil alte Wunden und "Rechnungen" sich nichts schließen lassen, dann verheilt die Arbeit mit den jüngeren verletzten Teilen auf tiefster Ebene diese alten Wunden und man kommt, selbst nach vielen Jahren, endlich zur inneren Ruhe.


Mitgefühl und Trost, aber auch Anerkenntnis des geschehenen Unrechts werden im Umgang mit den jüngeren verletzten Teilen stark betont.

Auch bei Menschen, die Traumatisierung bereits in sehr frühem Alter erfahren haben, gibt es Heilung. Hier bedarf es jedoch meistens einer längeren und intensiven Stabilisierungszeit unter Einbeziehung der so genannten  „Inneren Kindarbeit“.

Die PITT-Methode wählt die Arbeit mit heilenden inneren Bildern auch, um auch ganz gezielt die Selbstbeziehung anzuregen, diese neu zu gestalten und auch dadurch den seelischen Wunden einer Heilung zuzuführen.

Imaginationen sind auch sehr geeignet den Körper in die therapeutische Arbeit mit einzubeziehen, ohne daß der Körper berührt werden muß, was für Menschen, die in zwischenmenschlichen Beziehungen traumatisiert wurden, oft ein Problem darstellen würde. Das achtsames Wahrnehmen des Körpers und der Körperbedürfnisse werden angeregt.

Eine weitere Behandlungsstufe: Trauma-Integrationsbehandlung


Interessanter Weise hat es sich gezeigt, daß es in den wenigsten Fällen erforderlich ist sich mit dem traumatischen Erlebnis selbst zu konfrontieren um die traumatische Erfahrung zu verarbeiten, als verheilt zu integrieren und von Traumafolgestörungen geheilt zu werden. Als Methodik ist die Traumakonfrontation  im Rahmen der PITT – Ausbildung beinhaltet, diese ist jedoch nur selten erforderlich oder der Klient hat den ausdrücklichen Wunsch danach.

Für viele Klienten ist es eher eine große Entlastung, daß Traumabehandlung und – verheilung mit den heutigen Methoden nicht mehr an eine Traumakonfrontation gebunden ist.


Die PITT-Methode wurde von Frau Prof. Dr. med. Luise Reddemann entwickelt. Sie gilt zu Recht als die führende Expertin im deutschsprachigen Raum für das Gebiet der Traumatherapie. Mutig und mit viel Pioniergeist hat sie eine sehr wirksame und ganzheitliche Methode entwickelt.


Luise Reddemann ist Nervenärztin und Fachärztin für psychotherapeutische Medizin. Bis 2004 leitete sie viele Jahre lang die Klinik für psychotherap. und psychosomatische Medizin am Johannes-Krankenhaus in Bielefeld.


Die Traumatherapie von Luise Reddemann ist tiefenpsychologisch fundiert, hat aber auch systemische Ansätze und viele Elemente aus der Hypnotherapie übernommen und diese an die besonderen Bedürfnisse traumatisierter Menschen angepaßt.


Frau Reddemann legt Wert darauf, daß Traumatherapie im Rahmen eines anerkannten Verfahrens ausgeübt wird. Ein besonderer Fokus ist hierbei das so genannte ressourcenorientierte Arbeiten, das heißt, es wird achtsam danach geschaut, was der Klient bereits an Eigenschaften und Fähigkeiten hat, was ihm bisher erfolgreich diente um kritische Lebensphasen zu meistern. All das, was im Klient schon vorhanden ist, wird systematisch ausgebaut.

Hintergrund dieser ressourcenorientierten Arbeitsweise ist, daß es sich immer wieder zeigte, daß es wesentlich erfolgreicher und einfacher ist in belastender Zeit das schon vorhandene Vermögen auszubauen als ganz neue Dinge erlernen zu müssen.

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© Praxis für Psychotherapie, Hypnose und Psychologische Beratung nach dem Heilpraktikergesetz - Christian Demmel - Heilpraktiker (Psychotherapie)