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Psychoanalyse / Psychotherapie Rosenheim

Gedanken - Nur mal so

Krise und Krankheit entsteht durch Disharmonie. Die Balance ist aus dem Gleichgewicht.

Unsere Welt ist polar. Wir leben stets zwischen zwei Polen. Jeder für sich genommen ist gleichwertig. Beide Pole bedingen einander. Kein Pol ist schlechter oder besser als der andere.

Es gibt kein Gut oder Böse. Es ist lediglich eine Frage der Sichtweise, der Wertung und Beurteilung.

Unser Ziel ist die Ganzwerdung. Wir wollen den Zustand wieder erreichen, den wir hatten, bevor wir inkarnierten. Die Einheit. Das Ganze. Und somit suchen wir stets nach Antworten. Antworten suchen wir im DU. Im Außen.

Wir machen die „Anderen“ für den Lauf des Lebens verantwortlich. Wir schweifen weit ab von unserem Ziel. Je stärker wir im Außen suchen, umso weiter entfernen wir uns von dem Ziel. Unser Ziel liegt in uns. DU bist ICH und ICH bin DU! Der Weg zum DU kann somit nur über das ICH führen. Außen ist Innen und Innen ist Außen. Oben ist Unten und Unten ist Oben. Gut ist Schlecht und Schlecht ist Gut.

Wenn wir andere bekämpfen, bekämpfen wir uns selbst. Was wir anderen antun, tun wir uns selbst an. Was wir im Anderen ablehnen, lehnen wir in uns selbst ab. Wir projizieren ins Außen, was wir im Innen nicht wahrhaben wollen. Wir leben meist in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Wir müssen lernen, bewusst in der Gegenwart - im Hier und Jetzt zu leben und das Leben zu genießen.

Eins werden mit der Welt. Die Vereinigung von Körper – Seele – Geist. Denn wir sind unser Körper – unsere Seele und unser Geist - und wir sind noch mehr als die Summe dieser Anteile.

Jetzt und hier findet unser Leben statt. Vergangenes ist vergangen und die Erinnerung ist nur eine Erinnerung. Sie kann uns helfen, Fehler nicht immer wieder zu begehen. Wir können daraus lernen. Das ist sinnvoll und zum überleben unabdingbar. Doch dürfen wir diese Erfahrungen nicht überbewerten. Wir müssen sie immer in ihrer Gesamtheit betrachten. Mit allen Komponenten und Aspekten. Mit unserem Entwicklungsstand und unseren Möglichkeiten, die wir im Moment der Erfahrung hatten. Wir müssen hineingehen und uns das Erlebte bewusst machen. Denn im Unbewussten ist es stets vorhanden. Dort wird es uns auch dann beeinflussen, wenn wir es nicht bewusst wahrhaben wollen und es aus dem Bewusstsein verdrängen.

Nur die Gewahrwerdung kann Traumen aus früheren Zeiten auflösen. Es kann uns sogar noch stärker werden lassen. Wir können unsere Erfahrungen trans­formieren. Wir können quasi das Drehbuch im Nachhinein umschreiben. Das Ende des Aktes anders ausgehen lassen als es damals in Wirklichkeit war. Wir können es deshalb tun, weil wir heute reifer sind und uns besser, adäquater verhalten können, als es uns auf einer früheren Entwicklungsstufe möglich war. Damals war es das Beste, was wir tun konnten, um zu überleben.

Das Leben in der Zukunft ist das Leben, was wir noch nicht kennen. Alles Unbekannte macht uns erst einmal etwas Angst. Angst deshalb, weil wir uns an unsere Erfahrungen mit Ähnlichem erinnern. Wir müssen neugierig und gespannt in die Zukunft gehen. Intensiv leben im Einklang mit der Welt und mit uns selbst - in jedem Moment unseres Lebens. Wie die Kinder es tun - bis wir ihnen lange genug erzählten, wie schrecklich die Welt ist.

Kinder leben erstmals ohne Angst, was kommt. Sie erkunden und spielen und lernen und wachsen und entwickeln sich allmählich und unbekümmert. Wir müssen den Kindern wieder die Chance und das Vertrauen geben, Erfahrungen selbst zu machen. Selbst zu lernen.

Wir dürfen uns nicht nur schützend vor sie stellen und ihnen beibringen, wie man Leben vermeidet. In Notfällen ist es selbstverständlich, unsere Fürsorge zum Einsatz zu bringen. Wir müssen selber lernen, wie man Konflikte meistern kann und welche Bedeutung „Krisen“ haben können.

Wir müssen darauf achten, was uns unsere Seele mit­teilen möchte und den Impulsen, den Intuitionen, unserem Bauchgefühl und unseren Ahnungen viel mehr vertrauen.

In dem Wort Ahnung kann man leicht das Wort Ahnen finden. Ahnung zu haben bedeutet auch, verbunden mit seinen Ahnen zu sein. Mit den Archetypen - und eins mit dem Wissen aus längst vergangenen Tagen - aus den Urzeiten der Mensch­heit.

In der Ewigkeit gibt es keine Zeit. Deswegen hat man unendlich viel Zeit. Die Zeit kann nicht weniger werden, da es sie nicht gibt. Es ist ein Modell unseres Denkens. Ein Konstrukt unseres Verstandes.

Den Raum, den wir kennen, gibt es so nicht. Wir sind der Raum. Wir sind die Zeit. Ich bin die Welt und die Welt bin ich.

So viele Menschen es gibt, so viele Wahrheiten gibt es. Jeder einzelne Mensch lebt einen möglichen Aspekt des Lebens. Und doch sind alle zusammen eins. Auf einer anderen Ebene. Feinstofflich.

Wir haben vergessen, woher wir alle kommen. Wir haben vergessen, wohin wir alle streben. Wir machen gemeinsam und stets alle Erfahrungen dieser Welt. Um zu wachsen und zu lernen. Um die Dualität, die Gespaltenheit zu überwinden und wieder eins zu werden mit dem Allum­fassenden.

Wir wollen lernen, wollen wachsen und uns ent­wickeln. Wir wollen erfahren. Wir wollen selbst erfahren. Wir wollen uns entfalten – so wie eine Knospe zur Blüte wird und weiteres Leben spendet. Doch dazu braucht es den Anderen. Das Männliche. Den Samen. Wie ein Sprössling sich zum statthaften Baum entwickelt, so wollen auch wir wachsen und gedeihen.

Für dieses Wachstum braucht es nicht sehr viel. Neben Wasser, Luft und Nährstoffen aber besonders viel Ruhe,  Entspannung, Freiraum und Zuneigung..

Der Baum gibt so viel, wie er nimmt -und noch mehr. Er ist sehr wertvoll. Nur wenn wir nicht bereit sind, zu geben und zu gönnen, wird sich der Baum auch nicht für uns entwickeln. Er wird krank werden und verkümmern. Er wird uns keinen Sauerstoff produzieren, keinen Lebensraum für unzählige Arten von Leben bieten, keinen Schatten spenden und keine Gifte aus der Umwelt filtern. Anstelle dessen wird sich ein Pilz oder ein Unkraut an der Stelle ansiedeln. Dieses wird mehr benötigen und verbrauchen als es gibt. Es hat für uns schein­bar keinen Sinn. Und doch ist selbst das „Unkraut“, das „niedrige“, nutzlose Kraut wertvoll. Es gleicht das Ungleich­gewicht wieder aus. Es lebt den anderen Aspekt. Den andern Pol. Ohne diesen gäbe es den einen Pol nicht. Den, den wir für gut befinden. Den, den wir ausschließlich leben wollen.

Es gäbe keine Nacht ohne den Tag und keinen Tag ohne der Nacht. Wir können nicht nur einatmen und nehmen – wir müssen auch wieder ausatmen und loslassen. Auf Anspannung muss die Entspannung folgen. Auf Bewegung die Ruhe. Wir müssen es fertig bringen, in die Mitte zu kommen. In das Zentrum zwischen den Polen. Dort herrscht die Harmonie und Ausgeglichenheit. Dort herrschen der Friede und die Liebe.

Bewege Dich auf Dich zu, denn Du bist die Mitte. Erkenne den Gegenpol und nimm ihn an. Ohne seine Existenz wärst Du nicht. Die Krankheit als Chance und die Krise als Wegweiser führen uns dorthin, wohin wir streben.

Dies zu begreifen ließe uns nicht so schnell verzagen. Es zu verstehen, darauf zu achten, bewusst und aufmerksam die Alarmsignale seines Geistes, seiner Seele und seines Körpers zu hören. Deshalb akzeptiere und liebe Dich, wie Du bist.  

© Christian Demmel 2010

Heilpraktiker (Psychotherapie)

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© Praxis für Psychotherapie, Hypnose und Psychologische Beratung nach dem Heilpraktikergesetz - Christian Demmel - Heilpraktiker (Psychotherapie)